|
2000
Die Steiermärkische Landesregierung hat die Feuerwehrkameraden Hauptfeuerwehrmann Max Purkarthofer für 50 Jahre
und Hauptfeuerwehrmann Friedrich Ferstner für 25 Jahre das
„Ehrenzeichen für vieljährige eifrige und ersprießliche Tätigkeiten auf dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesen“
verliehen.
Die Auszeichnungen wurden anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages 2000 in Hausmannstätten in einer würdigen Feier übergeben.
Da die seit 1952 bestehenden Garagen und Abstellflächen den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen,
wurde aufgrund der einstimmigen Beschlüsse des Feuerwehrausschusses der Freiwilligen Feuerwehr Fernitz
der Antrag auf den Zu- und Umbau des bestehenden Rüsthauses Fernitz gestellt.
Der Ausschuss der Freiw. Feuerwehr Fernitz hat am 13. November 2000 mit Stimmenmehrheit
die Verlegung des derzeitigen Standortes des Rüsthaues in den von der Gemeinde Ferntiz angebotenen Bauhof beschlossen.
Nach Realisierung des neuen Projektes kann davon ausgegangen werden,
dass das neue Rüsthaus wieder den Anforderungen für die nächsten 50 Jahre gewachsen sein wird.
Anfang März verstarb das Ehrenmitglied EHBM Ernest Obenaus-Kemmer im Alter von 73 Jahren.
Kemmer war 56 Jahre Mitglied unserer Feuerwehr.
In dieser Zeit hat der Verstorbene 26 Jahre die Funktion des Kassiers
und 17 Jahre die Funktion des Geräte- und Maschinenmeisters ausgeübt.
Für seine großartigen besonderen und bis kurz von seinem Lebensende andauernden Leistungen wurde ihm zu Ehren
schon zu Lebzeiten der Schulungsraum in Rüsthaus „Ernest-Kemmer-Saal“ benannt.
Mitte Juli verstarb EHBI Johann Kollmann im Alter von 57 Jahren.
Kollmann war 38 Jahre Mitglied der Feuerwehr.
Aufgrund seiner hervorragenden Fachkenntnisse uns seiner liebevollen Menschenführung
wurde der Verstorbene bereits im Alter von 23 Jahren zum Kommandanten gewählt.
Diese Funktion behielt der beliebte Kommandant 26 Jahre inne.
Unter seinem Kommando wurde das Rüsthaus und der gesamten Fuhrpark erneuert.
Die Förderung der Feuerwehrjugend war ihm ein besonderes Anliegen.
Nach einigen Jahren, in denen nur Halbtagesausflüge durchgeführt wurden,
unternahmen die Mitglieder und Freunde der FF Fernitz einen „Millenniumsausflug 2000“ nach Paris.
Am 26. Mai 2000 drehte das Kamerateam des Senders Steiermark 1 einen Film über die Feuerwehr Fernitz.
(Thema: „Feuerwehrleute am Arbeitsplatz“. Wie gehen Unternehmer bei einem Einsatz mit der verlorenen Arbeitszeit um?)
2001
Im Einsatzjahr wurden von der FF Fernitz 5857 Stunden für Einsätze, Übungen und Schulungen unentgeltlich aufgebracht.
Am 15. September wurde der 16. Bezirksfunkbewerb des Bezirkes Graz-Umgebung in Fernitz abgehalten.
Anzumerken ist das Fr. OFM Gerlinde Kurzmann in der Gesamtwertung der Steiermark den 17.Platz erreichen konnte.
OLM Erwin Eibl errang das Funkleistungsabzeichen in Gold.
Auf Initiative des leitenden Notarztes Dr. Gayer aus Graz wurde am 18. April 2001 eine groß angelegt Einsatzübung
„Am Klostergrund“ in Fernitz abgehalten.
Bei dieser Übung wurde das Zusammenarbeiten der Feuerwehr mit dem Österreichischen Roten Kreuz Kalsdorf,
dem Notarztwagen mit Notärzten bei mehreren angenommen Verletzten
und die daraus erforderliche koordinierte Einsatzleitung geprobt.
Das Projekt „Notärzteversorgung außerhalb von Graz“ wurde mit dieser Übung in seinem Aufbau bestens unterstützt.
Am 16. Mai 2001 wurde unter Leitung von HBI Johann Schlager und HBI Gottfried Mekis
im Bauhof Fernitz eine gemeinsame Einsatzübung durchgeführt.
Ziel dieser Übung war das Zusammenarbeiten der beiden Feuerwehren der Gemeinde Fernitz bei einem Brand.
2002
Am 3. März 2002 fand die 121. Wehrversammlung der FF Fernitz statt.
HFM Anton Hörzer, Kraftfahrer und Maschinist, dessen großer Einsatzwille bekannt war, verstarb.
Seine Liebe galt dem Feuerwehr-Oldtimer, den er zweimal in liebvoller Kleinarbeit von Grund auf renovierte.
Nur durch seinen einmaligen Einsatz ist dieses Fahrzeug-Juwel nach 20 Jahren bei einem anderen Besitzer wieder in Fernitz.
Im August 2002 waren durch starte Niederschläge große Hochwasser-Überschwemmungen zu verzeichnen.
Die Mur führte Hochwasser (ca. 750 Kubikmeter Wasser pro Sekunde) und überschwemmte Teile des Gemeindegebietes.
Aufgrund von starken Ausschwemmungen in einigen Dammbereichen musste die Freiw. Feuerwehr Fernitz,
unterstützt durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gnaning, ca. 1800 Sandsäcke zur Verstärkung der Dammkronen
und Verhinderung einiger kleinerer Dammbrücke verlegen.
Unterstützt wurden die beiden Feuerwehren von 52 freiwilligen Helfern aller Altersgruppen,
vor allem von der Wohnsiedlung Fernitzer Ring, die die Sandsäcke fachgemäß
unter der Anleitung von Feuerwehrarzt Dr. Pongratz füllten.
So schaufelten die fleißigen, oft schon wundgescheuerten Hände ca. 48 Tonnen Sand in die bereitgestellten Säcke.
Ein weiterer Schwerpunkt des über 3 Tage und Nächte dauernden Einsatzes war die „Murschleuse“.
Nur durch den entschlossen und fachlich bestens geführten Einsatz konnte ein Schleusenbruch verhindert werden.
Einige der ca. 20 cm dicken Pfosten des Schleusenblattes waren durch den enormen Druck des Wassers
schon teilweise gebrochen.
Die Kameraden der FF Fernitz haben durch Verstärkungen des Schleusenblattes einen Totalbruch verhindert.
Nicht auszudenken, wen sich eine ca. 3 m hohe Flutwelle (Wasserstand der Mur ca. 5,5 m)
über Teile des Ortsgebietes ergossen hätte.
2003
Im Jänner wurde die FF zu einem außergewöhnlichen Dammbruch des Mühlganges, ca. 200m nördlich des E-Werks, gerufen.
Höchstwahrscheinlich durch Untergaben des Dammes durch Nutrias oder Bisamratten
wurde eine Schädigung des Erdreiches hervorgerufen.
Sofortmaßnahmen wie Schließung der Murschleuse, Informieren der Anrainer im Überschwemmungsbereich,
Abschalten der E-Werks-Turbine wurden von den Einsatzkräften durchgeführt bzw. veranlasst.
Die Sicherungsarbeiten bei eisiger Kälte und stockdunkler Nacht dauerten einige Stunden.
Der schadhafte Damm brach am nächsten Abend auf der gleichen Stelle wieder; danach wurde professionell saniert.
In Fernitz wurde nach Witterungsbedingten Pausen das traditionelle Knödelschießen
„Eisschützen gegen Feuerwehr“ ausgetragen (Knödeltunier FF Fernitz & ÖKB Fernitz gegen den ESV Fernitz).
HFM Johann Berghold verstarb am 06.Juni 2003 im 72. Lebensjahr.
Johann Berghold war 51 Jahre aktiv im Feuerwehrdienst zum Wohle der Bevölkerung der Gemeinde Fernitz tätig.
Eine Feuerwehrzille wird bei der Firma Rudolf Königsdorfer in Oberösterreich angekauft.
Dr. Pongratz wurde durch den LFV Steiermark (OBR Rieger) mit einem Orden und Ehrenurkunde
„Ehrenbezirksfeuerwehrarzt“ geehrt.
Der Fernitzer Pfarrkindergarten besuchte die FF Fernitz.
Alle Kinder der Gruppe Marika waren mit großer Begeisterung dabei uns besichtigten das Rüsthaus.
Die Fahrzeuge mit all den feuerwehrtechnischen Geräten
und besonders die Spritze wurden eingehend untersucht und ausprobiert.
2004
Die Planungsarbeiten für die Adaptierung des Bauhofes in ein zeitgemäßes Rüsthaus sind beinahe abgeschlossen.
Bei der Jahreshauptversammlung am 07. März legt Kommandant HBI Mekis,
der der Wehr seit 1992 vorstand und mit großem Einsatz und Weitblick agierte, überraschend seine Funktion zurück.
Markus Hubmann wird zum neuen Kommandanten und Roland Hösele zum Stellvertreter gewählt.
3 Gruppen mit 25 KameradInnen treten zur Technischen Hilfeleistungsprüfung in Bronze (FLATH) an
und können das Abzeichen erringen.
Diese Kenntnisse konnten bei einem Verkehrsunfall im Juni in der Grazer Straße praktisch angewandt werden.
Der Florianifrühschoppen wird erstmals vor dem Feuerwehrhaus am Erzherzog-Johann-Platz abgehalten.
Die NEWS FF Fernitz erscheint als Mitglieder-, und Bevölkerungsinformation
und wird im Zuge der Haussammlung für das Feuerwehrfest in der Bevölkerung verteilt (Chefredakteurin Martina Kurzmann).
Die Freiwillige Feuerwehr Fernitz hat einen Mitgliederstand von Gesamt 92 Mitgliedern,
davon 62 Aktive, 13 Jugend, 14 Außer Dienst und 3 Ehrenmitglieder.
In Zusammenarbeit des Abschnittes 4
(Feuerwehren: Raaba, Grambach, Hausmannstätten, Vasoldsberg, Gnaning, Mellach, Fernitz, Gössendorf und Thondorf)
wird der Landeswasserwehrleistungsbewerb Anfang September in Mellach abgehalten.
Wasserdienstbeauftragter Ernst Trebitsch und zahlreiche Mitglieder der FF Fernitz helfen bei den Aufbauarbeiten
und sind auch am Bewerbstag als Bewerter tätig.
Die FF Fernitz nimmt mit zahlreichen Zillenbesatzungen in der Diziplin Bronze (Zillen Zweier) teil
und alle Teilnehmer erreichen das gewünschte Abzeichen.
Siegerehrung und Verleihung der Urkunden und Abzeichen fand im Sportzentrum der Marktgemeinde Gössendorf statt.
|