Wappen der Gemeinde Fernitz und der österreichischen Feuerwehren Freiwillige Feuerwehr Fernitz
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Freiwillige Feuerwehr Fernitz

A-8072 Fernitz - Peter-Rosegger-Straße 1a

Brandcontainerübung
Samstag, 4. Oktober 2008
Übungsart: „heiße“ Atemschutzübung
Beginn: 03.-04.10.2008
Verantwortlicher: BM Kurzmann Christian, BM Kemmer Ernst

 

Auf Initiative des Bezirksfeuerwehrkommandos Graz Umgebung wurde der „Brandtrainer“ für ein Wochenende in Raaba stationiert. Dieser Brandtrainer ist ein umgebauter Überseecontainer in dem die Brandszenarien:

  • Brand eines Bettes (herkömmlicher Zimmerbrand)
  • Brand im Motorraum einer Anlage
  • Ventilbrand einer Gasflasche
  • ausströmendes brennendes Gas an einem Flansch
  • Brand eines Gefahrstoffasses
  • „flash-over“

simuliert werden können. In diesem Brandtrainer kann die thermische Beaufschlagung auf die eingesetzten Atemschutzgeräteträger bis zu ca. 600° Celsius und mehr betragen. Diese Temperaturen treten nach wenigen Minuten bei jedem Zimmerbrand auf!

Nach der Überprüfung der Atemschutztauglichkeit erfolgte einer Unterweisung durch die Ausbilder mit folgenden Schwerpunkten:

  • physikalische Vorgänge in einem Brandraum
  • verschiedene Löschverfahren, Löschtechniken
  • Absuchen des Brandraumes nach vermissten Personen
  • taktisches Vorgehen im Atemschutzeinsatz
  • Verhalten bei einem flash-over

Danach rüstete sich jeweils ein Trupp vollständig aus und wurde von einem weiteren Ausbilder bei der Brandbekämpfung in diesem Container begleitet. Die Positionen wurden im Trupp untereinander durchgewechselt damit auch jeder alle Brände löschen konnte.

Die Feuerwehr Fernitz hatte die Möglichkeit 4 Atemschutztrupps (12 Mann) die Weiterbildung in diesem Container absolvieren zu lassen. Unter der Leitung unserer Atemschutzwarte, Christian Kurzmann und Ernst Kemmer, die auch die Einteilung der Trupps vornahmen wurde die Atemschutzgeräte stets einsatzbereit gehalten sowie alle Atemschutzmasken desinfiziert.

Nachdem wir (die Feuerwehr Fernitz) Gott sei dank nicht sehr oft zu einem Atemschutzeinsatz ausrücken müssen (letzter Einsatz: Wohnhausbrand in Vasoldsberg im August) stellt dies eine optimale Möglichkeit dar das Niveau der Atemschutzträger sehr hoch zu halten und somit ein rasches und sicheres Vorgehen im Einsatz gewährleisten zu können.

Persönliche Anmerkung:

Man ist mit der persönlichen Schutzausrüstung bestens vertraut, diesmal überprüfte ich aber zweimal den korrekten Sitz der Atemmaske, der Flammschutzhaube und der Schutzhandschuhe. Nachdem alle Brände bekämpft waren kniete der gesamte Trupp am Boden mit dem Blick zur Decke. Dann begann der Ausbilder den flash-over vorzuführen. Nachdem die Brandgase sich genügend erhitzt hatten, so ca. 600° Celsius zündeten diese in den Raum durch, man spürt die Hitze näher kommen und die thermische Belastung steigt rapide an. Man ist dann irgendwie sehr froh und dankbar, dass man sich hinter einer erstklassigen Schutzausrüstung „verstecken“ kann und in der Gewissheit mit einem stets einsatzbereiten Gerät in einen Einsatz geht.

BI Erwin Eibl ( gemeinsam im Trupp 2 mit Andreas Kurzmann und Robert Sudy)

Brandtrainer

 
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