Mit dem Einsatzbefehl „Menschenrettung bei Gasaustritt“ wurde die Feuerwehr Fernitz in den frühen Morgenstunden alarmiert.
Die Erkundung durch den Einsatzleiter ergab folgende Lagebilder:
Schadenslage: Explosion und Gasaustritt bei einem Einfamilienhaus, vermutlich noch Personen im Haus,
schwere Beschädigungen am Wohnhaus, Trümmerfeld im Garten, kein Brand mehr,
Eigene Lage: RLF und KLF mit 18 Mann, Polizei vor Ort
Allgemeine Lage: klares Wetter, kein Wind
Nach der Erkundung durchsuchte ein Atemschutztrupp sämtliche Räumlichkeiten,
es konnten aber keine Personen im Gebäude mehr aufgefunden werden.
Nach der Rückmeldung an die Einsatzleitung wurde vom Atemschutztrupp die Gasabsperrung im Wohnhaus geschlossen
und das Objekt mit einem Drucklüfter belüftet.
Die Bewohner, eine Mutter mit ihren 3 Kindern konnte sich rechtzeitig bei einem Nachbar in Sicherheit bringen.
Während dem Schließen der Gasabsperrung konnte eine Manipulation an der Gasleitung festgestellt werden.
Nachdem diese Information an die Polizei weitergegeben wurde erklärte die Behörde den Einsatzort zum Tatort
und verständigte ihrerseits Spezialkräfte wie Kripo, Brandursachenermittlung, Landeskriminalamt udgl.
Die mittlerweile eingetroffenen Mitarbeiter von Elektrounternehmen und Gasversorgung
machten das Objekt stromlos und legten den Gasanschluss still.
Nach einer Messung der UEG durch den Gasversorger konnte der Betrieb des Drucklüfters eingestellt werden.
Im Anschluss rückte die Feuerwehr Fernitz wieder in das Feuerwehrhaus ein und stellte die Einsatzbereitschaft wieder her.
UPDATE:
Nachdem die Tatortsicherung, Brandursachenermittler und Landeskriminalamt
ihre Arbeit in den Mittagsstunden abgeschlossen
und die Staatsanwaltschaft Graz den Tatort freigegeben hatte wurden die Maueröffnungen
von der Feuerwehr Fernitz provisorisch verschlossen.
Dazu wurde von einem namhaften Grazer Holzhandelsunternehmen
kurzfristig ein LKW mit entsprechendem Schalungsmaterial zur Verfügung gestellt.
Eine in der unmittelbaren Nähe ansässige Baufirma stellte ebenfalls ein Fahrzeug mit Werkzeug zur Verfügung.
Nach Abschluss der Arbeiten konnte die Einsatzstelle nach Rücksprache mit
dem Bürgermeister und der Polizei wieder an die Eigentümer übergeben werden.
Da das Haus derzeit unbewohnbar ist wurde den Betroffenen von der Gemeinde Fernitz
eine Ersatzwohnung zur Verfügung gestellt.